Leistungsschritte zum Fremdwasserkonzept

  • Niederschlagsmesssysteme

Unbenannt4Bereitstellung von Niederschlagmesssystemen für die kontinuierliche Aufzeichnung der Niederschlagsdaten für die Dauer der gesamten Messzeit über einen Zeitraum von drei Monaten.

 

  • Durchflussmesssysteme

Bereitstellung von Durchflussmesssystemen für die kontinuierliche Aufzeichnung der Wasserstände und der Fließgeschwindigkeiten für die Ermittlung der Durchflussmengen für die Dauer der Messung über einen Zeitraum von einem Monat.

  • DrucksondenNiederschlagsmesssysteme

Bereitstellung von Drucksonden für die kontinuierliche Aufzeichnung der Wasserstände für die Ermittlung des Speichervolumens der Kanalstauräume für die Dauer der Messung über einen Zeitraum von drei Monaten.

  • Installation der Messsysteme

Betriebsfertige Montage der aufgeführten Meßsysteme einschließlich der erforderlichen Messstellenkalibrierung vor-Ort.

  • Wartung der Messsysteme

Wartung der aufgeführten Meßsysteme. Auslesen und Registrieren der erfassten Messdaten mit Bereitstellung der Daten in digitaler Form. Reinigung und Kontrolle der Messgeräte einschließlich der Überprüfung der örtlichen
Verhältnisse.

  • Übernahme der Messstellen des Auftraggebers

Im Zuge des Mess-Kampagne kann es sinnvoll sein, auch Daten in die Auswertung mit ein zu beziehen, die bereits an einzelnen Messpunkten im Kanalnetz durch den AG erfasst werden, wie z.B. Zulaufwerte der Kläranlage Pumpenlaufzeiten oder Abschlagsmessungen im Stauraumkanal oder vorhandene Niederschlagsmessstellen . Diese Daten können in die Auswertung mir einfließen und werden digital übernommen. Die Daten werden durch den AG im Excel- oder Ascii- Format auf Datenträger zur Verfügung gestellt und durch den AN übernommen und aufbereitet.

  • Auswertung und Dokumentation

Zusammenführen der Messdaten aus den gestellten Messgeräten. Festlegung der Einzugsgebietsgröße der jeweiligen Messstelle auf Grundlage der Kanalnetzstruktur mit Darstellung in der DKG5000 oder den EDBS Daten. Planausgabe mit Darstellung der Messstellen und der Einzugsgebiete als Übersichtskarte. Ermittlung des SW-Anteils auf Grundlage der Einwohnergleichwerte und der Wasserverbräuche, soweit sie sich den einzelnen Messstellen zuweisen lassen. Ermittlung des Fremdwasseranteils bei Trockenwetter und bei Regenwetter. Erstellung der entsprechenden Listen und Grafiken für die Dokumentation der einzelnen Messdatenreihen. Erstellung einer zusammenfassenden Auswertung der Messergebnisse mit Erarbeitung eines Handlungskonzeptes für die weitere Vorgehensweise. Enthalten ist die Teilnahme des Projektingenieurs an den Abstimmungsgesprächen mit dem AG in erforderlichem Umfang.

  • Datenauswertung

Zur näheren Eingrenzung der Fremdwasseranteile der jeweiligen Teileinzugsgebiete im Abwassersystem dienen die Abflussganglinien der einzelnen Messstellen und die dazugehörigen Messprotokolle.

  • Messprotokolle

Die Messprotokolle geben Aufschluss über den jeweiligen Schacht, das Messgerät, den Messpunkt, die Haltungslänge, die Höhenunterschiede und das Gefälle. Es wird festgehalten, an welchem Datum welche Messstelle kontrolliert wurde, welche Pegel manuell und mit Hilfe des Messgerätes gemessen wurden und welches Wetter vorherrschte. Bemerkungen informieren über besondere Vorkommnisse, wie z. B. Rückstau im Kanal, Montage, Austausch oder Demontage eines Gerätes.

  • Abwasserganglinie

Die Darstellung der Abflussganglinie mit Abwasservolumen in m³ / h und Niederschlag in 0,2 mm – Anzeige erfolgt im monatlichen Turnus. Bei Messstellen mit Geschwindigkeit und Pegel als Messeinrichtung gibt der grüne Graph Aufschluss über die tatsächlich vom Messgerät gemessenen und aufgezeichneten Werte. Da Messungen aufgrund externer Einflüsse verfälscht werden können, wird aus gegebenen und gewonnenen Daten, wie Füllhöhe und Sohlgefälle, die berechnete Abflussmenge als Kontrollgraph (hier in blau) mit dargestellt.

Für den gesamten Messzyklus wird das Abflussverhalten für alle Messstellen einschl. der Niederschlagsmessung überlagert dargestellt. Abhängigkeiten zwischen den Messstellen können somit besser analysiert und erkannt werden.