Mapbender & Co.

Nachdem Sie in den Bereichen Online GIS und Open Source  Informationen allgemeinerer Art erhalten haben, finden Sie hier konkrete Angaben basierend auf den Open Source Projekten UMN Mapserver und Mapbender

WebGIS Client Suite Mapbender

Mapbender ist ein Open Source basiertes Software-Projekt. Dabei handelt es sich um ein serverseitig implementiertes Framework für Verwaltung, Pflege, Management, Anzeige und Analyse von WebGIS Kartenwerken und deren Nutzern. Mapbender wird in großen Installationen als zentrales Instrument genutzt, um Kartendienste in dynamisch erzeugten Navigationsoberflächen zu verwalten und dabei gleichzeitig fein definierte Benutzerberechtigungen zu beachten. Das System wird von uns jedoch in erster Linie als Einzelplatzversion für Administratoren und Betreiber von Geodateninfrastrukturen verwendet.

Für den Einsatz in der öffentlichen Verwaltung stehen eine Vielzahl an speziellen Modulen bereit, dazu zählen Navigationskomponenten für Flurstücks- und Adress-Suche, eine ALB-Kopplung und umfangreiche Druckfunktionen, all dies immer unter der Maßgabe höchster Bedienerfreundlichkeit. Die Benutzerverwaltung ermöglicht es, einfache Informationszugänge zu definieren oder Fachanwender nach spezifischen Kriterien (z. B. nach Abteilungen oder Ämtern) in Gruppen zusammenzufassen und mit genau definierten Zugriffsrechten zu versehen.

Als Freie Software bietet Mapbender eine vollständige Offenheit der Programmierung. Der gesamte Quellcode liegt offen, kann angepasst, modifiziert und kostenfrei und legal unentgeltlich an Dritte weitergegeben werden, auch im Quellcode. Die Software kann sogar im Hostingbetrieb genutzt werden, ohne Lizenzkosten entrichten zu müssen.

Weitere Informationen zu Mapbender finden Sie auf der Projekthomepage. Bitte beachten Sie dort die Hinweise zum Download, Betrieb, Support und den Userlisten.

Kartendienst UMN MapServer

MapServer ist eine Open Source Entwicklungsumgebung für die Erstellung von Internet-Anwendungen mit dynamischen Karteninhalten. Der wahrscheinlich wichtigste Faktor für den Erfolg dieses Open Source Projektes ist die hervorragende weltweite Anwendergemeinschaft. MapServer ist kein eigenständiges GIS und will das auch nicht werden. Der Schwerpunkt der Entwicklung liegt auf Stabilität und Geschwindigkeit bei der Erzeugung von Kartenbildern und Vektordaten in vernetzten Umgebungen.

Über das Anzeigen von GIS-Daten hinaus erlaubt MapServer das Erstellen von interaktiven Kartenanwendungen. Der Minnesota DNR Recreation Compass enthält 10.000 Webseiten mit Berichten und Karten in einer einzigen Anwendung. Die gleiche Anwendung wird als „Kartengenerator“ für weitere Teile der Internetpräsenz eingesetzt, immer dort wo ein räumlicher Bezug entsteht.

Der MapServer wurde ursprünglich an der University of Minnesota (UMN) im ForNet Projekt in Kooperation mit der NASA und dem Minnesota Department of Natural Resources (MNDNR) entwickelt (deshalb ist er auch als „UMN MapServer“ bekannt). Derzeit wird MapServer vom TerraSIP Projekt beherbergt, einem durch die NASA finanzierten Projekt zwischen der UMN and dem Consortium of Land Management Interests.

Die Software wird durch eine wachsende, weltweit verteilte Gruppe von bald 20 Entwicklern gepflegt und weiterentwickelt. Die Finanzierung der Entwicklung und Wartung erfolgt durch eine heterogene Gruppe von Einzelpersonen, Firmen, der öffentlichen Verwaltung und Industrie.

Leistungsumfang

  • Fortgeschrittene digitale Kartographie
  • Maßstabsabhängige Darstellung und Applikationsausführung
  • Beschriftungsoption mit automatischer Positionierung
  • Vorlagengesteuerte, editierbare Ergebnisausgabe
  • TrueType Schrifttypen
  • Dynamische Kartenelemente (Maßstabsbalken, Übersichtskarte, Legende)
  • Thematische Kartographie mit logischen Klassen oder über reguläre Ausdrücke
  • Unterstützung von Skriptsprachen und Entwicklungsumgebungen
  • PHP, Python, Perl, Ruby, Java, and C#
  • Plattformunabhängigkeit
  • Linux, Windows, Mac OS X, Solaris and more
  • Unterstützung einer Vielzahl von Raster- und Vektorformaten
  • TIFF/GeoTIFF, EPPL7, und viele weitere über die GDAL
  • PostgreSQL/PostGIS, ESRI Shape-Dateien, ESRI ArcSDE, Oracle Spatial, MySQL und viele weitere über OGR
  • OGC (Open Geospatial Consortium) Standard-Schnittstellen
  • WMS (Client/Server), Non-Transactional WFS (Client/Server), WMC, WCS, Filter Encoding, SLD, GML
  • Umprojektion * On-the-fly Projektion mit 1000en von Koordinatensysteme über die Proj.4 Bibliothek