Gebühren – Was wir für Sie tun können…

Was wir für Sie als Stadt oder Gemeinde tun können…

Datenhaltung und Pflege Im Zuge der Einführung der gesplitteten Abwassergebühr in den Kommunen haben wir eine mehrplatzfähige, auf MS-Access basierende Eingabe- und Abfragestation entwickelt.

Wir haben uns dabei bewusst für ein Standard Office-Produkt entschieden, da die meisten Kunden damit vertraut sind. Somit sind Schulungen annähernd überflüssig. Die Bedienung der Masken ist intuitiv und kann von jedem Menschen mit EDV- und Office-Grundkenntnissen innerhalb weniger Stunden erlernt werden. Die Graphikdaten werden im Shape-Format vorgehalten.

Alle Fragebögen werden dynamisch generiert und können somit jederzeit reproduziert werden. Eine Historienverwaltung als PDF-Dokument ist ebenfalls möglich.

Unsere Leistungen

Beratung und Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit
Orthofotoerstellung
Abgleich (Korrelation) ALB ↔ DFK
Auswertung der Versiegelungsflächen
Erstellung und Versand der Fragebögen, inkl. Anschreiben und Ausfüllanleitung
Telefonhotline, örtliche Präsenz
Erstellung und Installation der Eingabe- und Abfragestation
Einarbeitung der ausgefüllten Fragebögen
Unterstützung bei der Anbindung an die kommunale Gebührensoftware

Unser modularer Leistungskatalog bietet Ihnen die Möglichkeit, die Kosten für die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr zu minimieren. Entsprechend Ihrer Ressourcen können einzelne Posten komplett oder auch teilweise von Ihnen übernommen werden, wobei Sie auf unsere Unterstützung natürlich nicht verzichten müssen. Gerne bearbeiten wir auch das gesamte Projekt für Sie.

Was wir für Sie als Gebührenzahler tun können…

Zunächst ist die Gebührenschlüsselung gerechter, da die Kosten verursachungsgemäß ermittelt und erhoben werden. Allerdings wirkt dieses Gebührensystem auch in Einzelfällen härter, da es doch große Kostenspannen in sich birgt. Wo Mehrfamilienhäuser durch diese Regelung entlastet werden, werden insbesondere Firmen, Betriebe und Märkte mit großen versiegelten Flächen, aber auch Einpersonenhaushalte mit einem bisherigen sehr niedrigen Schmutzwasserverbrauch verstärkt zur Kasse gebeten.

 

Je nach Entwässerungssatzung der jeweils für Sie zuständigen Komune können Sie bis zu 50 % an Gebühren sparen, wenn Sie eine der folgenden Rückhaltungsmöglichkeiten auf Ihrem Grundstück in Betracht ziehen:

Gründächer mit Kanalanschluss
Flächen, die über eine Versickerungsanlage mit Kanalanschluss entwässert werden
Kanalwirksame wasserdurchlässige Flächen mit entsprechendem Untergrund
Flächen, die über eine Brauchwasseranlage mit Überlauf in die städtische Abwasseranlage entwässert werden

Durch die Einrichtung eine dieser Entwässerungsanlagen fließt Ihre befestigte Fläche nicht vollständig zu 100 % in die Gebührenkalkulation ein, sondern wird nur zu einem geringeren Prozentsatz berücksichtigt (je nach Kommune bis zu 50 %). Hierdurch kann der Eigentümer bares Geld sparen.

 

Niederschlagswassergebühr je nach Flächengröße am Beispiel der Stadt Höxter:

versiegelte Fläche

Regenwasserbeseitigung

[0,61 € /(m²*a)]

Niederschlagswassergebühren Betrachtungszeitraum

2010 – 2019

50 % Ersparnis

ohne

mit

ohne

mit

Abflussreduzierung

Abflussreduzierung

1.000 qm

610 €

305 €

6.100 €

3.050 €

3.050 €

1.500 m²

915 €

457,50 €

9.150 €

4.575 €

4.575 €

2.000 m²

1220 €

610 €

12.200 €

6.100 €

6.100 €

2.500 m²

1525 €

762,50 €

15.250 €

7.625 €

7.625 €

5.000 m²

3050 €

1525 €

30.500 €

15.250 €

15.250 €

 

Je nach Art der Rückhaltung und Größe der Fläche liegt der Rentabilitätszeitraum bei 2 bis 5 Jahren. Aufgrund dieser ökonomischen Gesichtspunkte lohnt es sich insbesondere für Firmen mit großen versiegelten Flächen, Ihre bisherige Grundstücksentwässerung kritisch zu betrachten und zu optimieren.

Die geoplaning GmbH verfügt über eine langjährige Erfahrung mit der Planung und Berechnung von Entwässerungssystemen wie der Errichtung von Regenrückhaltebecken, Flächenversickerungen oder Mulden-Rigolen-Systemen. Wir legen Ihnen gerne ein auf Ihr Grundstück abgestimmtes Entwässerungskonzept vor und beraten Sie unverbindlich in einem ersten kostenfreien Gespräch. Sprechen Sie uns an – und nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, die Niederschlagswassergebühr für Ihr Grundstück in Grenzen zu halten.

Die Gebühren – Was berechnet wird und warum…

Die jetzigen Abwassergebühren sind gerechter als früher – bisher wurde Niederschlagswasser praktisch ohne – direkte – Gebührenzahlung in die öffentliche Kanalisation eingeleitet.

Je mehr Grundstücksfläche versiegelt und an die Kanalisation angeschlossen ist, umso weniger kann das Niederschlagswasser versickern und umso größere Mengen fließen in den Kanal.

Dies wirkt sich besonders gravierend bei versiegelten Gewerbegrundstücken sowie bei öffentlichen Verkehrsflächen (Straßen) aus: Viel Niederschlagswasser und im Verhältnis dazu wenig oder kein Frischwasserverbrauch.  Deshalb ist der Frischwasserverbrauch allein nicht als der insgesamt gerechte Maßstab zur Gebührenermittlung anwendbar. Wir unterscheiden daher für die Berechnung der Abwassergebühren 3 Abwasserarten

1. Häusliches Schmutzwässer

Der Maßstab dafür bleibt der Frischwasserverbrauch. Als Frischwasserverbrauch gelten die aus dem öffentlichen Netz bezogenen Wassermengen. Gebührenpflichtig ist aber auch das Wasser, das aus anderen Anlagen entnommen wird und in die Kanalisation abfließt.

2. Nicht häusliche Schmutzwässer

Für nicht häusliche, also gewerbliche Schmutzwässer, wird neben dem Frischwasserverbrauch der Verschmutzungsgrad berücksichtigt. Der Verschmutzungsgrad wird durch Stichproben als chemischer Sauerstoff (CSB) ermittelt.

3. Niederschlagswasser

Der Maßstab ist die bebaute und künstlich befestigte Grundstücksfläche.

Da die Berechnung des häuslichen und gewerblichen Schmutzwassers im Grunde keine Neuerung darstellt, stellen wir Ihnen nachfolgend die Gebührenermittlung für Niederschlagswasser vor. Als versiegelt gelten die Flächen, deren Oberflächen befestigt sind und Niederschlagswasser in die öffentliche Kanalisation einleiten. Dabei gibt es freilich Unterschiede, die berücksichtigt werden. Dabei werden sogenannte Abflussbeiwerte, den unterschiedlichen versiegelten Flächen zugeordnet.

Im „Abflussbeiwert“ werden berücksichtigt:

die Art der Versiegelung
die Verzögerung, die beim Abfluss des Niederschlagswassers die nach Art und Aufbau der versiegelten Fläche
die Speicherfähigkeit (z.B. von ungepflasterten Wegen)